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»RosaWinkelGedenkbuch« Martin Schönfeld |
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Häftlingsnummer 36602 im KZ Sachsenhausen Homosexueller Jude. Kein Stolperstein vorhanden. |
Geboren am: | 21.08.1893 |
| Geburtsort: | Hannover | |
| Ermordet am: | 06.10.1941 | |
| Letzter Wohnort: | 〉 Hannover, Dickbornstraße 38, III | |
| Initiator: | ||
| Zum Lebensweg: |
»Bei Martin Schönfeld der in den Unterlagen in Sachsenhausen unter der Häftlingsnummer 36602 und als "Jude 176"
geführt wurde, handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um einen Juden aus Hannover. Dort am 21. August 1893 geboren,
war er wegen einer sexuellen Beziehung zu einem Jungen verurteilt worden. Seine Strafe verbüßte er im Zuchthaus Celle
und kam von dort offenbar am 8. März 1941 ins KZ Sachsenhausen als homosexueller jüdischer "Berufsverbrecher" in
Vorbeugehaft.«1
Im Arolsen Archiv werden zahlreiche Dokumente zu seiner Person aufbewahrt. Unter anderen seine Personalakte aus dem "Zuchthaus und der Sicherungsanstalt Brandenburg-Görden" ist archiviert. In dieser Akte befindet sich eine 〉 Abschrift der Urteilformel vom 15.11.1937 des Landgericht Hannover: »... Der Angeklagte wird wegen Verbrechens gemäß §§ 5 Abs. II.2 des Gesetzes zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehre vom 15.9.1935 zu einer Zuchthausstrafe von 3-drei-Jahren und 6-Monaten sowie die Kosten des Verfahrens verurteilt.« Seit dem 8. November 1937 verbüßte er die Zuchhausstrafe in Brandenburg-Görden. Nach verbüßter Zuchhausstrafe wurde er am 24.02.1941 nicht entlassen sondern dem Polizeigefängnis Hannover zugeführt und anschließend zur "Vorbeugehaft" in des KZ Sachsenhausen deportiert. Vom 14. bis 30. Juni 1941 lag er im Krankenbau des KZ Sachsenhausen: Oranienburg, den 30.Juni 1941: Kurz darauf wurde er am 11.08.1941 in das KZ Groß-Rosen verlegt.2 In Groß-Rosen wurde er bereits am 6. Oktober 1941 ermordet.3 Aus der 〉 Zentralen Datenbank der Namen der Holocaustopfer Yad Vashem ¦ Shoah Opfernamen:
»Martin Schönfeld wurde im Jahr 1893 in Hannover, Deutsches Reich geboren. Vor dem Zweiten Weltkrieg er/sie in Hannover, Deutsches Reich. Während des Krieges war er/sie in Celle, Deutsches Reich. Bild: 🔎 Gedenkbuch Yad Vashem Aus dem Bundesarchiv - Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945: 〉 Schönfeld, Martin |
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Fußnoten: 1 Andreas Sternweiler »Homosexuelle Juden« in: Müller, Joachim, Sternweiler, Andreas, Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 177-178 Recherchen im Verstorbenen Register Gross-Rosen, in der Datenbank Yad Vashem und im Gedenkbuch des Bundesarchivs: Lothar Dönitz, Berlin 2026. Quellen: • Arolsen Archives, Personalakten des Zuchthauses und der Sicherungsanstalt Brandenburg-Görden, (22 Blätter) 〉 DocID 12119763 • Arolsen Archives, Alt-Findkartei des BLHA zu den Gefangenenpersonalakten des Zuchthauses und der Sicherungsanstalt Brandenburg-Görden DocID 12085434 • Arolsen Archives, Zu- und Entlassungslisten, Transportlisten sowie Namenverzeichnisse des Zuchthauses und der Sicherungsanstalt Brandenburg-Görden: DocID 12115870, DocID 12117310, DocID 12117887, DocID 12117890 • Arolsen Archives, Zu- und Entlassungslisten, Transportlisten sowie Namenverzeichnisse des Zuchthauses und der Sicherungsanstalt Brandenburg-Görden DocID 12117890 • Archiv der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen: Auskünfte zu Martin Schönfeld • Arolsen Archives, KZ Sachsenhausen, Zu- und Abgänge Krankenrevier: DocID 4089304, DocID 4089351, DocID 4089358, DocID 4089407, DocID 4089439, DocID 4089439, DocID 4089458 • KZ Gross-Rosen in Rogoźnica: 〉 Verstorbenen Register. Bücher des Sterbebuch-Standesamt Gross-Rosen vom August 1940 bis 01.10.1942. |
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