Gedenktafel für die Homosexuellen Opfer - KZ Sachsenhausen

»RosaWinkelGedenkbuch«

Kurt Rampoldt

Stolperstein Kurt Rampoldt

Quelle: James Stakley; 10. Januar 2010
Geboren am: 02.07.1902
Geburtsort: Thorn
Ermordet am: 02.07.1941
Verlegeort: ⟩ 20167 Hannover, Striehlstraße 18D
Letzter Wohnort: ⟩ Berlin Charlottenburg, Kanstraße 6
Initiator: Homosexuelle und Kirche (HuK) Hannover e.V.
Zum Lebensweg: Kurt Rampoldt 1902 in Thorn, im heutigen Toruń in Polen geboren.  Zu ihm gibt es zwei verschiedene Berufsangaben, Technischer Kaufmann und Hotelangestellter.
In Hannover meldete er sich 1931 aus New York kommend an und wohnte zunächst wieder bei seinen Eltern in der Gretchenstraße. In der Verwandtschaft erinnert man sich noch, dass er eine künstlerische Ader und ein gutes Verhältnis zu seiner Mutter gehabt habe.

1934 ging er für etwa ein Jahr nach Bückeburg und kam dann wieder nach Hannover zurück. Anfang 1937 befand er sich im Gerichtsgefängnis in Hannover. Vermutlich wurde er dann 1938 aufgrund Paragraph 175a Strafgesetzbuch zu einer Zuchthausstrafe verurteilt, denn er verbüßte eine entsprechende Strafe im Zuchthaus Hameln.

... Anfang September 1940 meldete er sich nach Berlin ab und wurde dort noch im selben Monat in polizeiliche Vorbeugungshaft genommen. Bald darauf wurde er in das KZ Sachsenhausen deportiert. Er erhielt den Rosa Winkel mit der Häftlingsnummer 34 571. Dort ist er wahrscheinlich erkrankt, denn er kam im Rahmen der sogenannten „Aktion 14f13“ im Juni 1941 auf einen „Transport S“. Der Transport umfasste 269 ausgewählte Häftlinge, meist Kranke und nicht mehr Arbeitsfähige. Sie wurden mit Lastwagen in die Euthanasie-Tötungsanstalt Sonnenstein bei Pirna in Sachsen transportiert und dort in der Gaskammer mit Kohlenmonoxid erstickt.

Bild: 🔎 Sterbeurkunde Standesamt Oranienburg,
Todesursache: "Kreislaufkollaps"

Die Angaben zu seinem Tod sind gefälscht. Angeblich starb er am 2. Juli 1941, an einem Kreislaufkollaps beim Grundleiden Magen- und Darmkatarrh.
Quellen:
• KZ Sachsenhausen 1936 - 1945: ⟩  Internet-Totenbuch
• Arolsen Archives, Sterbebucheintragungen über verstorbene Häftlinge des Konzentrationslagers Sachsenhausen ⟩  DocID 4131321
• Arolsen Archives, Karteikarte Amt für die Erfassung der Kriegsopfer Berlin ⟩  DocID 130638314